Phileas

Phileas hiess ursprünglich Face und kam aus dem Tierheim Delitsch für geplante 4 Wochen ins Training.





12. Mai 2019

 Auf in neue Abenteuer ... und traditionell bekommt er einen Trainingsname von uns ..  

Phileas - ist griechisch und bedeutet - der der Freundschaft schenkt ...
Wir hoffen ihr seid damit einverstanden mit dem alten Namen die Vergangenheit zu begraben . 
Und nur am Rande , es ist ein Shar Pei / englisch Bulldog mix. Eltern sind bekannt . Also nicht das es sonst was heißt . Beware dir immer den Respekt vor einem Lebewesen . Manche Dinge brauchen Raum und Zeit um zu wachsen. Um sich selbst zu finden .

Face hatte das Glück ein Team hinter sich zu haben die an ihn glauben ..
Ich verneige mich ...  Auch vor dir Face ... Du hast hier viele Jungs die dir zeigen wie es geht . Und dich erinnern lassen wie es ist du selbst zu sein . Etwas können wir besonders gut ... Seelen heilen ... Wenn möglich das ich ganz bleibe !





13. Mai 2019

Für alle Phileasfans ( ehemals Face ) ...  Zusammenschnitt von Tag eins ..
Der provisorische Maulkorb wurde durch unseren gebauten Kopfmaulkorb ersetzt .
Das Training damit verlief so gut , das er ihn nur braucht , wenn er sein Zimmer verlässt .
Er ist neugierig und aufgeschlossen.
Man merkt das er unseren Jungs vertraut und genau beobachtet wie wir uns alle gegenüber verhalten .
Phileas schließt sich Ihnen an und übernimmt ihrer Ruhe ...

Angst beginnt im Kopf ... Mut im Herzen ...



15. Mai 2019

Weil so viele fragen warum dieses oder jenes ... erzählt euch hier die Pflegerin von Phileas ( Face) seine Geschichte.

Baby's Geschichte

Face wurde im Juni 2017 im Tierheim aus familiären Gründen abgegeben. Zu dem Zeitpunkt war er noch keine 4 Jahre jung.

Seine kleine Welt brach postum komplett zusammen.
Seine Reaktion war Rückzug und keine Nähe zulassend. Es dauerte einige Wochen, bis er mich akzeptierte. Dann ging es recht schnell, dass wir ein cooles Team wurden. Spazieren gehen mit Merlin und Andy ( meine Hunde), spielen und toben. Klar, beäugte er mich oftmals skeptisch, aber wir akzeptierten uns.
Dann kamen die ersten Interessenten, die ihn voller Freude in ihr Zuhause nahmen. Doch nach 2 Tagen musste er ausziehen, da er den Partner der jungen Frau bedrohte und sein Futter laut knurrend verteidigte. Kurz, das Vertrauen der Menschen war dahin und somit hat ein weiteres Zusammenleben nicht mehr ratsam.
Erst danach erfuhren wir von Familienmitgliedern, wie Face aufgewachsen ist. In seiner Prägephase erlebte er unschöne und unfreundliche Behandlungen von "Männern" der Besitzerin. In den Jahren veränderte sich auch die familiäre Situation. Aus 2 Kindern wurden Drei. Der Focus wurde nicht mehr auf den Hund, sondern auf das kleine Kind gelegt. Somit veränderte auch er sich, als Resultat wurde er in ein Zimmer gesteckt. Die Schwester der jungen Frau nahm sich ihm an. Ging mit ihm spazieren und beschäftigte ihn. Nur zu sich nehmen konnte sie ihn nicht.

Face kam bei uns an, freute sich, seinen Lieblingsmenschen zu sehen. Wir gingen regelmäßig spazieren und kuschelten. Klar mochte er nicht jeden, aber so sind die Shar Pei's. Er fing langsam an, sich zu verändern. Freude beim Rausgehen und Knurren und stets steigende Aggression beim Zurückbringen. Das Resultat, niemand wollte ihn mehr aus oder in den Zwinger bringen. Ich trainierte ihn auf den Maulkorb, womit er sich gut arrangierte.

Dann kamen wieder Menschen, die ihn adoptieren wollten. Es passte, die junge Frau kämpfte so für den kleinen Kerl , obwohl der Lebenspartner gewisse Zweifel hegte. Letztlich lebte er von November 2017 bis September 2018 bei dieser Familie. Anfänglich mit Beißkorb und vereinzelten Meldungen über Ausfällen von Face. Wir unterhielten uns, dass ein Hundetrainer notwendig wäre, jedoch die Familie aus finanziellen Gründen nicht in Anspruch nehmen konnten. Es wurden Summen genannt, was das Training kosten sollte, welche für uns zu dem damaligen Zeitpunkt auch nicht möglich waren.
Irgendwann kamen nur Nachrichten von einem tollen Hund und Fotos von Ausflügen und Urlauben. Das freute und beruhigte mich. Bis letztes Jahr im August der Hund so schnell wie möglich weg musste. Die Horrorszenarien steigerten sich in schriftlicher Form täglich.
Anfänglich war die Rede vom Anknurren von Familienmitgliedern, dann kamen Fotos von blauen Flecken, am Ende war es eine Hundehaarallergie.

Face kam und wir erkannten ihn nicht mehr. Von dem ehemaligen Herrchen nur in den Freilauf gesteckt, hatten wir ein Problem. Maulkorb hasste er und Nähe sowieso. Also bewaffnete ich mich mit einer Retrieverleine und holte ihn aus dem Freilauf. Da hatte der Junge noch Hoffnung und wollte mit mir am Ende sofort das Gelände verlassen. Nein Face, es geht nicht mehr zurück😢.
Seitdem sitzt die arme Seele hinter Gittern. Klar, in einem Sicherheitszwinger, aber ohne Kontakt zu anderen Hunden und Menschen und ohne liebenswerte Streicheleinheiten. Denn ohne Maulkorb ging niemand an ihn heran. Wir Zwei übten zwar Maulkorbtraining, kamen aber nie bis zum Verschließen.
Seitdem sitzt der arme Junge traurig, mit der Welt abgeschlossen und enttäuscht von den Menschen im Tierheim.

Nun beginnt ein LEBEN für Phileas und ,nicht nur wir, sind unendlich dankbar.

Foto von gerade beim Knuddeln in der Sonne !





21. Mai 2019

Neues von Phileas ...
Er macht sich gut und fühlt sich im Rudel wohl. Eher ist es sogar so , das er sehr den Kontakt zu den Jungs sucht ..
er ist gerne draußen und wuselt im Garten herum . Nach einer Weile kommt er an die Tür und möchte nach oben in sein Zimmer ..
Auch auf der Arbeit zeigt er sich neugierig auf alles was kommt .
Das Kommando gib 5 gebe ich ihm nur , um ihn mal abzulenken ...
Einige Dinge zeigen sich deutlich..
Angst ein/weggesperrt zu werden .
Jeder engere Raum Dunkle Raum , lässig ihn nur zögerlich rein gehen ..
Das der Mensch ihm sein Futter nicht gibt ...
Also was kann passieren wenn man seinen Hund nur aus der Hand füttert oder ihn es sich „verdienen “ lässt ?

Ein Hund der Futter mit Stress verbindet ...
Ein Hund der gelernt hat das der Mensch nicht seine Ängste sieht und seine Grenzen .
Ein Hund der lernte was es für den Menschen heißt Macht zu haben ...

Er hat hier sein eigenes Zimmer was offen ist und er bis runter kann . Damit er Teil haben kann ..
abends schläft er in seinem Zimmer im Bett und ich kann das Zimmer schließen ..
warum wird er auf der Treppe gefüttert?
Weil er den offenen Raum mit nichts negativen verbindet .
Würde ich ihn ins Zimmer einschließen dafür , wäre er sofort auf Spannung . So sieht er auch die Jungs und die , beruhigen ihn sehr .
Und auch nur nach dem füttern wird trainiert . Maulkorb Training zum Beispiel..
damit er satt ist und entspannt die leckerlies nehmen kann .
Im großen und ganzen wird er als normaler Hund behandelt. Nur, mit bestimmter Sicherung ...

Und Autofahren klappt schon Perfekt . Man rufe ; Phileas , wir müssen los . Und schwups ist er im Auto 

Es geht nie darum Macht zu haben ... sondern zu lernen wie man eine Einheit wird ... Ohne Freundschaft, keine Bindung..

Viel Spaß beim Video ...